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Falsche Schufa-Angaben

Die Schufa ist heutzutage Vielen ein Begriff. Oft hängt es an ihr, ob der neue Handyvertrag oder ein wichtiger Kredit zustande kommt. Doch die Schufa ist nicht unfehlbar. So kommt es häufig vor, dass die Auskünfte des Kreditbüros nicht stimmen.

Bundesverbraucherschutzministerin, Ilse Aigner, stellte in Berlin eine Untersuchung zum Wahrheitsgehalt des sogenannten Scorings der Schufa. Das Scoring entscheidet unter anderem über die Kreditwürdigkeit und zu welchen Konditionen ein solcher gewährt wird. Unter der Leitung von Dieter Korczak vom Institut für Grundlagen- und Programmforschung, haben 100 Personen ihre Daten bei der Schufa abgefragt.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich in den Auskünften oft falsche Kontonummern und Handyverträge befanden, die von den jeweiligen Testpersonen nie abgeschlossen worden sind. Auskünfte über vorhandene Girokonten und Kredite, fehlten andereseits. „Es stellt sich die Frage, wie auf dieser Basis überhaupt zuverlässige Score-Werte zur Bonitätsbewertung von Verbrauchern ermittelt werden“, sagte Aigner.

Im Mai des Jahres hat der Bundestag ein Gesetz verabschiedet, das die Schufa-Informationen für die Bürger transparenter macht. So soll die Organisation den Bürger in Zukunft detailliert darüber aufklären, nach welchen Kriterien seine Kreditwürdigkeit beurteilt wird. Außerdem soll die kostenpflichtige Selbstauskunft einmalig im Jahr kostenfrei werden. Falsche Angaben in den Datensätzen müssen umgehend korrigiert werden.

Da das Gesetz allerdings erst im April des nächsten Jahres in Kraft tritt, fordert Aigner die Schufa auf „sofort zu handeln und die aufgezeigten Missstände schnellstens abzustellen.“ Im gleichen Zuge fordert der Schufa-Vorsitzende Rainer Neumann die Bürger zur Überprüfung ihrer gespeicherten Daten auf.

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