Banken | Girokonto

Mit dem Girokonto Geld verdienen

Verbesserung gefordert

Wahrscheinlich jeder Bankkunde hat sich bestimmt schon mindestens einmal darüber gewundert, noch wahrscheinlicher auch darüber geärgert. Gerade dann, wenn man sowieso schon klamm ist und jeden Cent dreimal umdreht, langt die Bank bei Kontoabschluss am Ende des Monats auch noch mal richtig zu. Achtzehn Prozent hatte sich nicht nur die FDP seinerzeit auf die Fahnen geschrieben, auch für einen durchschnittlichen Dispo-Zinssatz ist das kein außergewöhnlicher Wert. Die Beträge die daraufhin abgebucht werden sind absolut gesehen natürlich gar nicht mal so hoch, jedoch lässt ein zweistelliger Prozentsatz in dieser Höhe den Kunden schon mal stocken. Wann hat man zuletzt einen zweitstelligen Zinssatz auf der Haben-Seite gesehen?

Mit zweierlei Maß

Für ein Guthaben auf seinem Girokonto hat der durchschnittliche Bankkunde und Tagesgeldsparer momentan mit nicht viel mehr als etwa zwei Prozent Zinsen zu rechnen. Wie kann es zu solch himmelweiten Unterschieden kommen? Auf der Soll-Seite reicht die Spanne des Zinses von acht bis sogar hin zu über zwanzig Prozent, ein Dispozinssatz für den die deutsche Commerzbank kürzlich den Preis der „Goldenen Nase“ gewann – für besondere Raffgier und Verbraucherunfreundlichkeit. Doch auch andere Banken langen ordentlich zu, wenn es um die Aufnahme eines Dispokredits geht.

Verbraucherschutz auf dem Plan

Der Verbraucherschutz kündigte nun Konsequenzen für die besondere Kundenunfreundlichkeit der meisten Banken an. Sie fordern, dass der Zinssatz für Dispo-Kredite mit einem Maximalwert gedeckelt wird. Vorgesehen ist dabei ein rechnerisches Modell, dass den Banken immer noch eine entsprechende Vergütung für die „großzügige“ Gewährung eines Kredites für Ihre Kunden zubilligt, aber trotzdem an den Leitzins gekoppelt ist. So soll die Differenz zwischen Soll- und Habenzins gekoppelt sein, sinkt oder steigt der Zinssatz, soll das auch beim Dispo weitergegeben werden, nicht wie bisher nur auf der Haben-Seite. Der Vorschlag sieht vor, dass die Banken als Zinssatz für den Überziehungsrahmen fünf Prozentpunkte mehr als den Leitzins verlangen dürfen. Momentan wären das dann etwas unter acht Prozent. Klingt fast traumhaft, angesichts eines durchschnittlichen Satzes von elf Prozent. Bisher erfüllt so gut wie keine Bank diesen verbraucherfreundlichen aber auch angemessenen Satz.

No comments yet. Be the first.

Leave a reply