29. September 2010
Was ist eigentlich mit der Dresdner Bank passiert?
Dresdner Bank – die Berater Bank, der Spruch klingt vielen noch in den Ohren, wenn sie an die ehemals drittgrößte deutsche Bank denken. Die Kunden werden sich aber wohl daran gewöhnen müssen, dass die Dresdner Bank nicht mehr existiert.
Von Commerzbank geschluckt
Sie wurde im Jahr 2008 von der Commerzbank aufgekauft nachdem sie zuvor massivst an Wert verloren hatte. Die Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte wurden entlassen und erhielten dafür in Summe Abfertigungen und Boni von beinahe 50 Millionen Euro, aufgrund von massiven Protesten von tausenden ebenfalls von Entlassung bedrohten Mitarbeiter der Dresdner Bank, verzichtete der Großteil der ehemaligen Konzernleitung allerdings auf die Auszahlung. Die nun tonangebende Commerzbank-Leitung beschloss, das Aussehen der neuen Filialen nun auch an das Design der Commerzbank anzupassen, womit 2009 begonnen wurde. Nach und nach werden seitdem alle Filialen und Geldautomaten der Dresdner Bank mit dem Logo und der Ausstattung der Commerzbank versehen. Vor kurzem wurde die letzte neue Dresdner Bank Filiale in der Innenstadt von Dresden eröffnet, sie trägt aus Tradition den Schriftzug „Dresdner Bank“ ist im Inneren aber auch schon im Commerzbank-Design ausgestattet. Sie wird nach fast 140 Jahren die letzte Filiale der Dresdner Bank bleiben.
Einsparungen bei ehemaliger Dresdner Bank
Man muss keinen Fernlehrgang in Unternehmensführung besucht haben um zu ahnen, dass die Commerzbank wohl nicht alle Mitarbeiter und Filialen behalten wird. So blicken die 26.000 übernommenen Mitarbeiter der Dresdner Bank einer unsicheren Zukunft entgegen, nach ersten Schätzungen werden wohl 9.000 von ihnen in nächster Zeit ihren Job verlieren.